Strukturiertes Factoring u. Finanzierung | Definition & Erklärung:

Grundlage des strukturierten Factoring Verfahrens bildet der Gesamtfinanzierungsbedarf eines Unternehmens. Wir unterscheiden zwischen der Liquidität, die fortlaufend zur Verfügung stehen soll und dem Kapital, welches temporär zusätzlich bei saisonalen Umsatz- oder Auftragsspitzen benötigt wird. Parallel werden die Debitorensalden und deren Veränderungen im Jahresverlauf ausgewertet.

Auf Basis dieser Daten wird der Forderungsbestand strukturiert und in zwei Gruppen unterteilt. Sie selektieren Debitoren, derden Forderungen durchgehend angekauft werden und solche, die nur bei zusätzlichem Kapitalbedarf gefactort werden. Smart-Factoring ist die geeignete Variante für ein strukturierten Forderungsverkauf.

Beim klassischen Factoring können Unternehmer wählen, ob der Gesamtumsatz, ausgesuchte Kunden oder Einzelrechnungen gefactort werden. Im strukturierten Verfahren werden flexiblere, individuell auf die Situation des Unternehmens zugeschnittene Vereinbarungen getroffen.

Neben dem Forderungsbestand werden weitere Werte des Umlauf- oder Anlagvermögens fortlaufend oder temporär finanziert. Dies können der Lagerbestand, Maschinenpark oder andere nicht belastete Assets des Unternehmens sein.

Strukturiertes Factoring - Optionen, Vorteile & Nutzen:

Sie können für verschiedene Debitorengruppen unterschiedliche Leistungen vereinbaren, wie z.B.:
  • Auswahl der Kunden, die gegen Forderungsfälle versichert werden sollen
  • Abnehmer, für die der Factor das Debitorenmanagement übernimmt
  • Debitoren, deren Forderungen fortlaufend angekauft werden sollen
  • Kunden, die bei Bedarf selektiv gefactort werden

Vorteile & Effekte in der Praxis:

  • individuelle maßgeschneiderte Finanzierungslösung, die jederzeit den Veränderungen im Unternehmen angepasst werden kann
  • Steuerung der Liquiditätszuflüsse zu 100 % durch flexible Finanzierungslinie
  • Forderungsausfallversicherung auch für Debitoren möglich, die nicht gefactort werden sollen
  • Factor übernimmt auf Wunsch das Debitorenmanagement, auch für vom Factoring ausgeschlossene Debitoren
  • Selektives Factoring sichert sehr preiswert eine kontinuierliche Liquiditätsschöpfung
  • Einzelfactoring dient als „Liquiditätspuffer“ und wird situativ eingesetzt, sofern kurzfristig zusätzliche Liquidität erwünscht ist.

Strukturiertes Factoring - Beispiel aus der Praxis:

Ein Handelsunternehmen mit 5 Mio. € Jahresumsatz und einem Forderungsbestand von Ø 830 T€ wünscht dauerhaft 450 T€ zusätzliche Liquidität, bei Saisonspitzen bis zu 750 T€. Zusätzlich wünscht der Unternehmer die Übernahme des Debitorenmanagements, sowie die Warenkreditversicherung (WKV) für den gesamten Kundenbestand.  

Im klassischen Gesamtumsatz- oder Ausschnittsfactoring wäre die Finanzierungslinie fest vorgegeben. Die Ausfallversicherung, das Mahn- und Inkassowesen wären auf die ins Factoring eingebrachten Debitoren beschränkt. Strukturiertes Factoring weicht diese Beschränkungen auf und bietet für einzelne Kundengruppen individuelle Leistungspakete:

  • Die WKV wurde für alle versicherbaren Kunden vereinbart.
  • Das Mahn- und Inkassowesen übernimmt der Factor für alle Debitoren, außer den Skontozahlern.
  • Die fortlaufende Finanzierungslinie (400 T€) kann kurzfristig mit dem Verkauf von Einzelforderungen entsprechend der benötigten Liquidität ausgeweitet werden.

Mit dieser Variante wird das Leistungspaket konkret auf den Bedarf des Unternehmens abgestimmt. Gerne erarbeiten wir auch für Sie eine maßgeschneiderte strukturierte Factoring Lösung.

Kontakt: 02904 – 97 66 80

Angebot anfordern | Kurzanfrage
Zur Startseite Factoring Mittelstand
logo Factoring