Welche Nachteile, Vorteile & Effekte bringt der Einsatz von Factoring?

Factoring hat sich bei vielen Unternehmen zu einem unverzichtbaren Finanzierungsbaustein etabliert. Im Vergleich zum Bankdarlehn oder Kontokorrent benötigen Sie keine banküblichen Sicherheiten. Factoring ist die Finanzierung, wo Sie einmal erhaltene Liquidität nicht zurückzahlen müssen!

Welche Nachteile bringt Factoring dem Unternehmer?

Wir können Ihnen keine große Auflistung über mögliche Nachteile zur Factoring-Nutzung nennen. Abgesehen davon, dass Sie nicht mehr über Ihre Forderungen verfügen können (diese sind ja an den Factor verkauft und in Liquidität überführt), bringt die Einbindung ausschließlich Vorteile.

Manche Unternehmer stören sich bei der Beantragung an der Offenlegung und Dokumentation der Prozessabläufe (Einreichung eines vollständigen Mustergeschäftsvorfalls). Sie können es aber auch positiv bewerten, da die Prozesse, insbesondere die Rechnungsstellung, in Abstimmung mit dem Factor absolut rechtssicher gestaltet wird. Mögliche Schwachpunkte in der Leistungsabnahme werden geheilt, so dass Sie das Risiko der (ursprünglich möglicher Weise berechtigten) Zahlungsverweigerung Ihrer Kunden auf ein Minimum reduzieren.

Dem vermeintlichen Nachteil, dass manche Kunden ein Factoring nicht akzeptieren könnten, kann durch die Wahl der Varianten Stilles- oder Teil-Stilles Verfahren begegnet werden. 98 % der Abnehmer unserer Kunden stimmen einer Factoring-Nutzung auf Lieferantenseite zu.

Factoring Nutzen & Vorteile | Was kann ein Factoring leisten?

  • Factoring schafft rasch frische Liquidität und macht Liquiditätszuflüsse zu 100 % planbar.
  • Unternehmen finanzieren Wachstum somit oft aus eigener Kraft.
  • Durch die eingebundene Kreditversicherung wird das Forderungsausfallrisiko minimiert.
  • Sie erzielen oft zusätzliche Skontoerträge und finanzieren damit die Factoringkosten gegen.
  • Factoring können Sie für alle oder nur für ausgesuchte Kunden (selektiv) nutzen.
  • Unternehmen nutzen den Forderungsverkauf auch temporär oder für Projekte.
  • Im Full Service Verfahren entlasteten Sie Ihre Buchhaltung und das Mahnwesen.
  • Sie stärken Ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Einräumung längerer Zahlungsziele.
  • Bilanztechnisch verbessern Sie Ihre Eigenkapitalquote und somit Ihr (Banken-) Rating.
  • Die Forderungsfinanzierung erfordert keine banküblichen dinglichen Sicherheiten
  • Sie schaffen sogar zusätzliche Erträge bei entsprechend skontierfähigem Materialeinsatz.

Wann eignet sich der Einsatz von Factoring eher nicht?

  • Sie fakturieren nur Klein- und Kleinstrechnungen bei ständig wechselnden Debitoren (Einmal-Besteller, keine Stammkunden) »» zu hohe Debitorenprüfkosten
  • Ihre Kunden zahlen alle innerhalb 7 - 14 Tagen
  • Sie brauchen keine frische Liquidität »» dann reicht eine Forderungsausfallversicherung!
  • Das Unternehmen ist überschuldet oder faktisch zahlungsunfähig
  • Ihr Unternehmen schreibt durchgehend Verluste »» Factoring kann keine Ertragskrise heilen
  • Sie liefern überwiegend mit Rückgaberechten oder Kommissionsware
  • Ihre Leistungserbringung / Lieferung wird nicht dokumentiert / abgenommen
  • Sie benötigen Ihre Forderungen z.B. als Sicherheit für die Kontokorrentlinie - bitte prüfen, ob diese mit Factoring nicht komplett abgelöst werden kann

Factoring Nachteile | Irrtümer:

  • Factoring ist nicht mit einem Inkasso-Dienst zu vergleichen, sondern eher z.B. mit einer zahnärztlichen Abrechnungsstelle.
  • Factoring bedeutet nicht, dass das nutzende Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten ist.
  • Das Gegenteil ist der Fall, da nur zukunftsfähige Unternehmen einen Factoring-Vertrag erhalten.
  • Factoring ist nicht pauschal teuer, die Gebühren liegen zw. 0,15 % - 6,00 %, je nach Umsatz, Branche, Factoring-Variante, Forderungslaufzeit und dem ausgesuchten Anbieter.

In Einzelfällen stößt auch die beste Bank mal an Ihre Grenzen.

Kreditvergabe in Deutschland


Factoring | Definition:

Factoring ist eine innovative Form der Unternehmensfinanzierung. Der Unternehmer (Factoring-Kunde) verkauft eine aus einem Waren- oder Dienstleistungsgeschäft resultierende Forderung, reduziert um eine Gebühr für die Zeit bis zur Rechnungsfälligkeit, an eine Factoringgesellschaft.

Factoring in der Praxis:

Sie schreiben auch im Factoring Ihre Rechnung(en), wie bisher, an Ihre Debitoren und reichen eine Kopie (meist elektronisch und automatisiert) an den Factor (Factoringgesellschaft). Die Rechnung enthält den Vermerk, dass der Rechnungsausgleich bitte auf dem Konto des Factors erfolgen möge.

Factoring-Effekt auf die Bilanzstruktur

Bilanzstruktur ohne Factoring Einsatz

Aktiva

Passiva

Anlagevermögen
 200.000 €
 Bankverbindlichkeiten
350.000 €
Sonstige Aktiva
 200.000 €
Sonstige Passiva
  50.000 €
Forderungen Debitoren
600.000 € Verbindlichk. Kreditoren
500.000 €


Kapital 100.000 €
Bilanzsumme
1.000.000 €

1.000.000 €

Eigenkapitalquote = 10,00 % (Kapital / Bilanzsumme)


Factoring und der Bilanzeffekt | Erläuterung Schaubilder:

  • offene Posten werden vom Factor mit 90 % Auszahlung angekauft »» 540 T€ frische Liquidität
  • Reduzierung Bankverbindlichkeiten um 150 T€ | Kreditoren (Lieferanten) um 390 T€
  • Verkürzung der Bilanzsumme auf 460 T€ »» Erhöhung EK-Quote auf 21,74 %

Bilanzstruktur mit Factoring Einsatz

Aktiva

Passiva

Anlagevermögen
 200.000 €
 Bankverbindlichkeiten
200.000 €
Sonstige Aktiva
 200.000 €
Sonstige Passiva
  50.000 €
Forderungen Factor
 60.000 € Verbindlichk. Kreditoren
110.000 €


Kapital 100.000 €
Bilanzsumme
460.000 €

460.000 €

Eigenkapitalquote = 21,74 % (Kapital / Bilanzsumme)

Hinweis:

Die Einbindung eines Factorings sollte immer der Einzelfallbetrachtung unterliegen.

Downloads

Factoring-Präsentation

Alles Wissenswerte zum Thema Factoring.

Kontakt: 0800 - 9797 800* *Ihre kostenlose Factoring-Beratung aus dem dt. Festnetz

Angebot anfordern | Kurzanfrage
Zur Startseite Factoring Mittelstand
logo Factoring